{"id":262,"date":"2015-04-14T14:45:56","date_gmt":"2015-04-14T14:45:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.adornostudies.org\/?p=262"},"modified":"2015-04-14T14:45:56","modified_gmt":"2015-04-14T14:45:56","slug":"cfp-philosophical-anthropology-and-the-frankfurt-school-mensch-und-gesellschaft-zwischen-natur-und-geschichte-zum-verhaltnis-von-philosophischer-anthropologie-und-kritischer-theorie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.adornostudies.org\/?p=262","title":{"rendered":"CFP: Philosophical Anthropology and the Frankfurt School (Mensch und Gesellschaft zwischen Natur und Geschichte: Zum Verh\u00e4ltnis von Philosophischer Anthropologie und Kritischer Theorie)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.uni-potsdam.de\/phi\/forschung\/professurenforschungsschwerpunkte\/professurfuerpolitischephilosophie\/drthomasebke.html\">Thomas Ebke<\/a> (P\u00f6tsdam) has written to us asking us to post the following call for papers (which is in German) for a conference in February of 2016 at the University of P\u00f6tsdam on\u00a0the relationship between philosophical anthropology and the Frankfurt School. This is what Dr. Ebke writes:<\/p>\n<blockquote><p>As you may know, the dialogue between these two schools of thought was characterized, during the lives of the major protagonists, by mutual skepticism and a series of demarcations. This is all the more astonishing not only because Horkheimer and Adorno, for instance, had good professional relations with Helmuth Plessner who used to be implicated in sociological research projects monitored by the Insitut f\u00fcr Sozialforschung in the 1950s, but also because the problem of anthropological thought and a philosophy of human nature seems on closer inspection to be rather equivocal, especially in the case of Adorno.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Mensch und Gesellschaft zwischen Natur und Geschichte: Zum Verh\u00e4ltnis von Philosophischer Anthropologie und Kritischer Theorie<\/strong><\/p>\n<p>Eine Tagung am Institut f\u00fcr Philosophie der Universit\u00e4t Potsdam in Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Philosophie der Freien Universit\u00e4t Berlin<\/p>\n<p>Ort: Universit\u00e4t Potsdam, Institut f\u00fcr Philosophie<\/p>\n<p>Zeit: 11.-13.02.2016<\/p>\n<p>Das Tagungsprojekt versteht sich als ein Versuch, zwei zentrale Traditionen der deutschsprachigen Philosophie des 20. Jahrhunderts in ein Gespr\u00e4ch miteinander zu setzen: Zur Disposition steht der (ebenso auf Differenzen wie auf Komplementarit\u00e4ten abhebende) Austausch zwischen der ma\u00dfgeblich durch Max Horkheimer und Theodor W. Adorno gepr\u00e4gten \u201eKritischen Theorie\u201c und der \u201ePhilosophischen Anthropologie\u201c in Gestalt der Entw\u00fcrfe Max Schelers, Helmuth Plessners und (zeitversetzt) Arnold Gehlens.<\/p>\n<p><strong>Kernfrage der Tagung<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Anliegen verklammern das Tagungsvorhaben: <strong>Zum einen <\/strong>geht es um die Freilegung der systematischen Motive, die den historisch gesehen \u00fcberaus prek\u00e4ren Kontakt dieser beiden Str\u00f6mungen begr\u00fcndet haben. Die heuristische Perspektive der Tagung ist dabei auf eine Erinnerung und neuerliche Sch\u00e4rfung der Dissensmomente beider Theorietraditionen angelegt, allerdings so, dass zugleich die in ihrem historischen Gespr\u00e4ch verpassten bzw. untersch\u00e4tzten Komplementarit\u00e4ten in den Blick treten k\u00f6nnen. Insofern nimmt sich die Veranstaltung vor, die Auseinandersetzung in systematischer Absicht zu <em>erneuern<\/em>: Sie also auf einem Stand wiederaufzugreifen, der die Argumente der historischen Diskussion beider Str\u00f6mungen (d.h. der 1950er und -60er Jahre) gerade nicht reproduziert, sondern aus ihrem historischen Kontext heraus sowie unter Ber\u00fccksichtigung der neueren Forschung zu begreifen und neu zu bedenken versucht. <strong>Zum anderen <\/strong>lautet das Ziel des Tagungsprojekts, den Dialog zwischen Philosophischer Anthropologie und Kritischer Theorie exemplarisch unter einem gegenwartsrelevanten Problem engzuf\u00fchren, auf das beide Denkungsarten je eigene Antworten generieren k\u00f6nnen: Eine solche gemeinsame Herausforderung besteht unseres Erachtens in dem Ph\u00e4nomen der Naturalisierungstendenzen der gegenw\u00e4rtigen Lebenswissenschaften, die problematische Urspr\u00fcnglichkeitsmytheme im Hinblick auf die vermeintliche Natur des Menschen ebenso mitf\u00fchren wie einseitige Bestimmungen von der zuk\u00fcnftigen wissenschaftlich-technischen Einl\u00f6sbarkeit der mit dieser Naturvorstellung verkn\u00fcpften Gl\u00fccksversprechen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend von der Kritischen Theorie her eine Analyse in Angriff genommen werden k\u00f6nnte, die auf die undurchschaute gesellschaftliche Vermitteltheit solcher herrschaftsf\u00f6rmiger Projektionen hinweist, lie\u00dfe sich von Seiten der Philosophischen Anthropologie eine Kritik an der positivistischen Reduktion der anthropologisch komplexen \u201enat\u00fcrlichen K\u00fcnstlichkeit&#8221; von lebendigen Personen ausarbeiten.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Historisch bestand zwischen den Diskursen der Philosophischen Anthropologie und der Kritischen Theorie zweifellos ein Verh\u00e4ltnis wechselseitiger Ablehnung. Horkheimer (\u201eBemerkungen zur philosophischen Anthropologie&#8221;, 1935) und Adorno (\u201eSoziologie und empirische Forschung\u201c, in der &#8220;Festschrift f\u00fcr Helmuth Plessner&#8221;, 1957) stellte sich das Projekt der Philosophischen Anthropologie als eine neo-idealistische Metaphysik der menschlichen Natur dar, die fatalerweise in direkter Auswertung der biologischen Empirie universale Konstanten des Menschlichen abzusichern versuche. Dieser ungeschichtlichen Hypostase des blo\u00df Gegebenen, die auch Habermas (vor allem im Rahmen seiner Auseinandersetzungen mit Gehlen) kritisierte, sei nun im Rahmen einer Gesellschaftstheorie die historische und soziale Bedingtheit des Menschen entgegenzuhalten: Worin gerade der Ansatz von Kritischer Theorie l\u00e4ge. Umgekehrt verhielt sich beispielsweise Helmuth Plessner wohl vor allem deshalb so reserviert gegen\u00fcber dem Selbstverst\u00e4ndnis von Kritischer Theorie (siehe seinen Beitrag zu \u201eTheodor W. Adorno zum 60. Geburtstag&#8221;, 1963), weil ihm darin eine Ph\u00e4nomenologie des Menschen als <em>Lebewesen <\/em>fehlte, die eine ad\u00e4quate Beschreibung der \u201eVerschr\u00e4nkung&#8221; (Plessner) zwischen nat\u00fcrlicher Verfasstheit und gesellschaftlich-kultureller Vermitteltheit menschlichen Lebens h\u00e4tte leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zumindest mit Blick auf die formativen Jahrzehnte der beiden Traditionen (die 1920er Jahre f\u00fcr die Philosophische Anthropologie, die 1930er Jahre im Fall der Kritischen Theorie) erscheint es daher triftig, die beiden Projekte als zwei weit auseinander liegende Versuche einer anti-metaphysischen Konkretisierung des Endlichen zu lesen. W\u00e4hrend die Philosophische Anthropologie Schelers und Plessners eine ph\u00e4nomenologisch und hermeneutisch gehaltene Stufentheorie des Lebendigen vorsah, deren Pointe in der Herausstellung einer irreduziblen Differenz menschlichen Lebens lag, konstituierte sich die Kritische Theorie im kritischen Anschluss an Marx als eine materialistische Theorie der Gesellschaft, der es, nicht zuletzt in soziologischer Fokussierung, um den Aufweis des gesellschaftlichen Charakters von Nat\u00fcrlichem und Geschichtlichem ging.<\/p>\n<p>Konzentriert man sich jedoch nicht allein auf die \u201eGr\u00fcnderjahre&#8221; der beiden fraglichen Theorieformen, sondern auf deren innertheoretische Dynamiken seit den 1950er und -60er Jahren, fallen in der Tat auf beiden Seiten inhaltlich \u00e4hnliche Interessen auf, die den deutlichen Antagonismus der \u201eersten Generation&#8221; zumindest relativieren. Bereits in den 1930er Jahren hatte Plessner (\u201eMacht und menschliche Natur&#8221;, \u201eVersp\u00e4tete Nation&#8221;) seine Philosophische Anthropologie um eine geschichtsphilosophische, gleichsam \u201ehorizontale&#8221; Achse erweitert, die zwar von der \u201evertikalen&#8221; Frage nach der Mensch-Tier-Differenz im <em>Leben<\/em> nicht abkoppelbar sein, jedoch durchaus die konkrete Erforschung soziokultureller Bildungen (im Sinne von Gesellschafts- und Gemeinschaftsgenesen) grundlegen sollte. F\u00fcr die konzeptionelle Weiterentwicklung der Kritischen Theorie l\u00e4sst sich hingegen von Ende der 1920er bis in die 1940er Jahre eine subkutane Pr\u00e4senz anthropologischer Orientierungen und Motive konstatieren, in den kulturkritischen Einzelstudien Benjamins, Kracauers und Adornos ebenso wie in der prominenten, vorerst jedoch kryptisch bleibenden Anspielung auf das Thema einer \u201edialektischen Anthropologie&#8221; bei Horkheimer und Adorno am Ende des Vorwortes zur \u201eDialektik der Aufkl\u00e4rung&#8221;. Zu ber\u00fccksichtigen w\u00e4re in diesem Zusammenhang auch, wie im Bereich der Kritischen Theorie Ende der 1960er Jahre ein kritischer philosophischer Anthropologiebegriff in den Projekten einer \u201eNegativen Anthropologie&#8221; (U. Sonnemann) sowie eines \u201eanthropologischen Materialismus&#8221; (A. Schmidt) ausgebildet wurde, teils parallel zu Herbert Marcuses Idee einer emanzipatorischen \u201eneuen Sensibilit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p>Im Fall von Habermas l\u00e4sst sich eine von Beginn an vorhandene, im Laufe der Zeit jedoch durch andere konzeptionelle Anschl\u00fcsse (Pragmatismus, Entwicklungspsychologie) \u00fcberlagerte Auf- bzw. \u00dcbernahme zentraler Denkmotive der Philosophischen Anthropologie erkennen. Schon in dem fr\u00fchen Artikel <em>Anthropologie<\/em> von 1958 war es ihm um eine Verarbeitung der Philosophischen Anthropologie zu tun: Insofern sie dort als eine kulturelle Vermittlungen aufzeigende Naturphilosophie eingesch\u00e4tzt wurde, sollte sie eine Art Arbeitsteilung mit der Kritischen Theorie eingehen, die ihrerseits im Verh\u00e4ltnis zur Philosophischen Anthropologie in dem Ma\u00dfe die elaboriertere Theorie der Gesellschaft darstellte, als sie die Ma\u00dfst\u00e4be des Handelns nicht als naturgegeben voraussetzt, sondern diese vielmehr aus einer kritischen Bestandsaufnahme der geschichtlichen Entwicklung gewinnen sollte. Noch die &#8220;Theorie des kommunikativen Handelns&#8221; speist sich implizit aus Motiven der philosophisch-anthropologischen Denktradition. Und selbst aktuellere Arbeiten, in denen sich Habermas \u2013 wenn auch systematisch nicht hinreichend abgesichert \u2013 kritisch mit den Fortschritten der Biotechnologie auseinandersetzt (&#8220;Die Zukunft der menschlichen Natur&#8221;, 2001), verweisen auf das Fortwirken philosophisch-anthropologischer Argumentationsfiguren. Zeitlich versetzt und in einer gewissen Spannung zu Habermas w\u00e4re hier schlie\u00dflich auch die detailliertere Rezeption der Philosophischen Anthropologie zu nennen, die \u2012 vor allem im Anschluss an Thesen Gehlens und Plessners \u2012 eine selbstreflexive Wissenschaft des <em>sozialen <\/em>Handelns anstrebt, die sich ihrer biologischen und normativen Gehalte gleicherma\u00dfen versichert (Honneth\/Joas).<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>\u00a0Der Tagung wird es darum gehen, diese historischen Konstellationen unter W\u00fcrdigung der ihnen innewohnenden systematisch-theoretischen Differenzen zwischen Philosophischer Anthropologie und Kritischer Theorie, d.h. ihrer Eigenst\u00e4ndigkeit gegeneinander zu erhellen. An Stelle einer eklektizistischen Vermittlung gilt das Interesse der Tagung einer erstmaligen umfassenden Konfrontation beider Traditionen, was die Akzentuierung neuer Ber\u00fchrungspunkte nicht ausschlie\u00dft: W\u00e4re etwa im Rahmen der Kritischen Theorie eine Position einnehmbar, welche die bei Horkheimer unverbr\u00fcchlich zusammengehenden Schritte einer konzeptionellen Ausschlie\u00dfung der Anthropologie und der Ausrichtung der Kritischen Theorie auf Ideologiekritik entflicht? Wie k\u00f6nnte sich der Zugriff der Kritischen Theorie auf das Projekt einer Philosophischen Anthropologie produktiv \u00e4ndern, wenn diese weder als eine ph\u00e4nomenologische Ontologie des Lebens noch in der Logik einer lediglich ideologischen Verbr\u00e4mung der Erfahrungswissenschaften bestimmt w\u00fcrde? Welchen Status h\u00e4tten in diesem Gespr\u00e4ch die Konzepte der Verdinglichung und der Entfremdung: Bilden sie, etwa mit Blick auf Plessners provokant-affirmative \u00dcberlegungen zur Verdinglichung, eine un\u00fcberbr\u00fcckbare Kluft oder eher, allem Anschein zum Trotz, einen Ansatzpunkt zur Herausarbeitung tieferliegender Gemeinsamkeiten zwischen Kritischer Theorie und Philosophischer Anthropologie? Was, wenn man von Marx her in der Philosophischen Anthropologie tats\u00e4chlich Figuren einer materialen Verankerung der Dialektik (als Formen \u201evermittelter Unmittelbarkeit&#8221; oder \u201ebestimmter Negation&#8221;) rekonstruieren k\u00f6nnte, die gerade nicht die Fortf\u00fchrung, sondern die Kritik eines idealistischen Erbes w\u00e4ren? Umgekehrt: Wie versch\u00f6be sich die Einsch\u00e4tzung von der vermeintlichen Lebensvergessenheit der Kritischen Theorie, wenn Adornos komplexe Semantik der Leiblichkeit oder gar sein Gedanke eines \u201eEingedenkens der Natur im Subjekt&#8221; konsequenter in den Blick der Philosophischen Anthropologie tr\u00e4ten? Wie w\u00e4re in diesen Bahnen die ebenfalls von Adorno (etwa in \u201eDie Idee der Naturgeschichte\u201c) angeregte \u00dcberlegung zum Ineinanderumschlagen von geschichtlichem in naturhaftes Sein und von Geschichte in (Natur-) Ontologie zu kommentieren? Wie k\u00f6nnte Adornos und Horkheimers Hinweis auf die M\u00f6glichkeiten einer \u201edialektischen Anthropologie&#8221; im Rahmen der Philosophischen Anthropologie entfaltet werden? Und schlie\u00dflich: Wie w\u00e4re ein \u201ematerialistisches&#8221; Denken f\u00fcr die Gegenwart zu sch\u00e4rfen, wenn es in der Spannung zwischen einer ph\u00e4nomenologisch-lebenstheoretischen Grundlagenreflexion und einer Kritik der gesellschaftlich \u00fcberformten \u201ezweiten Natur&#8221; Perspektiven konkreter Utopie entwickelt?<\/p>\n<p><strong>Struktur der Tagung<\/strong><\/p>\n<p>Das Tagungsprojekt gliedert sich in drei thematische Achsen: a) die Nachzeichnung der historischen Auseinandersetzung zwischen Philosophischer Anthropologie und Kritischer Theorie unter der Perspektive ihres Antagonismus in den formativen Jahren (1920er\/1930er Jahre bei Adorno, Horkheimer, Plessner, sp\u00e4ter Gehlen); b) die Erfassung historischer \u00dcberg\u00e4nge und Komplementarit\u00e4ten seit den 1950er und -60er Jahren sowie die Erneuerung der paradigmatischen Differenz; c) die aktuelle Standortbestimmung beider Traditionen im Hinblick auf ihre untereinander kritischen oder komplement\u00e4ren Gehalte.<\/p>\n<p><strong>Teilnahmebedingungen<\/strong><\/p>\n<p>Die Ausschreibung wendet sich insbesondere an NachwuchskollegInnen (Doktoranden, Postdocs) aus den Disziplinen der Philosophie, Soziologie, Kulturtheorie usw., ist aber nicht auf diesen Adressatenkreis begrenzt. Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Pr\u00e4sentationen sollten unmittelbaren Bezug zu den im call for papers skizzierten Frage- und Problemstellungen haben. Abstracts (1-1,5 Seiten) werden bis zum <strong>20.05.2015<\/strong> erbeten. Aus der Veranstaltung sollen Beitr\u00e4ge zum Internationalen Jahrbuch f\u00fcr Philosophische Anthropologie (2016) hervorgehen, die in f\u00fcr die Publikation ausgearbeiteter Form bis zum <strong>31.05.2016<\/strong> vorliegen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftliche Leitung<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dr. Hans-Peter Kr\u00fcger (Universit\u00e4t Potsdam); Prof. Dr. Anne Eusterschulte (Freie Universit\u00e4t Berlin)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Organisation<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Thomas Ebke (Universit\u00e4t Potsdam); Sebastian Edinger, M.A. (Universit\u00e4t Potsdam); Frank M\u00fcller, M.A. (Freie Universit\u00e4t Berlin); Roman Yos, M.A. (Universit\u00e4t Potsdam)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abstracts sind einzusenden an eine der folgenden Adressen:<\/p>\n<p>thomas.ebke@gmx.net\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 f.mueller@fu-berlin.de<br \/>\nsebastian_edinger@web.de \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 yosroman@googlemail.com<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Die Initiativen von Honneth und Joas seit den 1980er Jahren sind, was die kritische Inkorporation der Philosophischen Anthropologie in ihre eigenen Projekte betrifft, nicht unmittelbar zu rubrizieren, insofern sie keiner diskursiven Zugeh\u00f6rigkeit zu einer \u201eSchule\u201c entsprungen sind. Vielmehr ist an der (je verschieden ausgestalteten) Verarbeitung der Philosophischen Anthropologie bei diesen beiden Autoren eine ebenso erhellende wie produktive Verschiebung ablesbar: Eine Transformation, die den Unterschied zwischen der spezifischen forschungsstrategischen Konstellation um 1980, worin die Positionen Schelers, Plessners und Gehlens wichtige Rollen spielten, und den Ver\u00e4nderungen des Diskussionsraums, die seither stattgefunden haben, zeigt. W\u00e4hrend Joas, dessen Beitr\u00e4ge sich nicht dem Kontext der Frankfurter Schule zurechnen lassen, die Philosophische Anthropologie tendenziell als ein Schl\u00fcssel zur \u00dcberwindung bestimmter Dichotomien (z.B. des Empirischen und des Normativen) fruchtbar gemacht hat, um einen Weg der \u201eaffirmativen Genealogie\u201c (der \u201eSakralit\u00e4t der Person\u201c) einzuschlagen, k\u00f6nnte man Honneths Rekurs auf die Philosophische Anthropologie im Zuge einer \u00dcberfragung kanonischer Gehalte der zweiten Generation der Kritischen Theorie situieren: In Honneths Fall etwa einer Emendation des idealistischen Postulats einer kommunikativen Rationalit\u00e4t bei Habermas durch eine sich aus Hegel und Dewey speisende Theorie der Anerkennung. Bemerkenswert gerade an Honneths Denkweg w\u00e4re, so gesehen, eine Dynamik, die von der Peripherie des kritisch-theoretischen Projekts aus Paradigmenwechsel in deren Zentrum erm\u00f6glicht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas Ebke (P\u00f6tsdam) has written to us asking us to post the following call for papers (which is in German) &hellip;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.adornostudies.org\/?p=262\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"nf_dc_page":"","_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[6,8,65,16],"tags":[],"class_list":["post-262","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-call-for-papers","category-critical-theory","category-frankfurt-school","category-theodor-w-adorno"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/262","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=262"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/262\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":263,"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/262\/revisions\/263"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=262"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adornostudies.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}